Dienstag, 08.01.2008
Die neue Freiheit der Hausbauer
Nie hatten Eigentümer bei der Baufinanzierung so viele Möglichkeiten
wie heute. Sie profitieren vom verstärkten Wettbewerb zwischen Filial-
und Direktbanken.
berichtet Hans Pfeifer in der ftd.
Im Prinzip gebe ich dem Autor Recht. In der Praxis ist es doch etwas kritischer zu sehen. Die Kunden müssen sich schon in den Grundzügen der Finanzierung auskennen. Außerdem darf sich die Baufinanzierung in der Regel nicht aus zu vielen Bausteinen zusammensetzen, sonst ist das bei Direktfinanzierern recht schwierig.
von immo um # 18:28 in Banken | 1 Kommentar | TrackBack (0) | Artikel versenden
Senioren unerwünscht
schreibt Focus-online.
Nun - ich halte den Artikel für etwas überzogen. Ich kenne aus meiner Erfahrung kaum Banken, die so pauschal handeln. Noch ist der Verstand gefragt, zumindest bei "Hausbanken" die schon jahrelang Kunden betreuen.
Bei Jungen ist das Risiko oft größer als bei älteren Kreditkunden. Denken Sie an den Arbeitsplatz. Sicher ist die Sterbewahrscheinlichkeit bei Älteren größer. Aber auch sie lässt sich leicht statistisch erkunden. Und dann kommt es noch darauf an, wie hoch ist der Kredit, für was, wie ist der allgemeine Vermögens- und Einkommenshintergrund? Auf jeden Fall gilt: die Rente ist sicher (wenn sie einmal beantragt ist).
von immo um # 18:23 in Banken | 2 Kommentare | TrackBack (0) | Artikel versenden
Alarmstufe Rot für Eigenheimbesitzer
Horrorvision für Eigenheimbesitzer: Plötzlich steht ein Finanzinvestor vor der Tür, der den Baukredit von der Hausbank gekauft hat. Für die Betroffenen steht dann nicht selten das Haus auf dem Spiel – und womöglich die gesamte finanzielle Existenz.
steht in Spiegel.de zu lesen.
Diese Unart sprach ich bereis vor einigen Tagen an. Diese Banken schämen sich nicht. Sie wissen sehr genau, was den Kunden passieren kann, eben wie im Artikel des Spiegel dargestellt.
Ich kenne einen Fall aus meiner Kundschaft. Dort ging es gerade noch "mit Schrammen" gut aus. Die "neuen" Banker waren zu doof oder zu faul, den Vertrag richtig zu lesen. Der galt eben auch für die übernehmende Bank.
von immo um # 18:16 in Banken | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Mittwoch, 02.01.2008
Hypothek ohne Hintertür
schreiben Michael Bauchmüller und Hans von der Hagen in der
Süddeutschen Zeitung.
Es ist wirklich ein Armutszeugnis, wie Banken mit ihren Kunden umgehen. Und die Politik sah lange Zeit tatenlos zu. Endlich wacht sie nun auf.
Ich schrieb zu dieser Unsitte bereits früher.
Banken verlangen zu Recht von Ihren Kunden, dass sie als Kreditgeber einem Pfandtausch (bei Kauf eines anderen Objektes und Übertragung des Darlehens auf das neue Immobil) oder einem Schuldnerwechsel (bei Verkauf des Objektes und vorgesehener Darlehensübernahme durch den Käufer) zustimmen müssen. Logisch. Umgekehrt müsste es eben auch von der Zustimmung des Kunden abhängig sein, ob er mit einem neuen Gläubiger einverstanden ist.
von immo um # 17:36 in Banken | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Montag, 26.11.2007
» Abschied vom Bankkaufmann «
Die Kundenwünsche werden individueller, die Finanzprodukte komplexer. Dementsprechend steigen auch die Anforderungen an die Kundenbetreuer der Bank.
schreiben Fabian Fahlbusch und Ruth Fend (Frankfurt) in der ftd.
Das kommt darauf an, aus welcher Sicht die Anforderungen an die Kundenbetreuer gesehen werden. Aus Sicht der Bank oder aus Sicht der Kunden?
Die Kunden sind keineswegs individueller. Im Gegenteil, individuelle Wünsche werden versucht, in Raster zu pressen. Und die Komplexität der Finanzprodukte haben die Banken selbst zu verantworten. Weshalb bieten sie alternativ nicht einfachere Produkte an, mit weniger Sternchen und Fußnoten, die der Kunde gleich und unmißverständlich überschaut?
Wenn ich schon lese: "Als fester Ansprechpartner ist er ein Relationship-Manager." Was soll das? Sag es einfach: … er ist ein Kundenbetreuer! Aber dahinter steckt eigentlich nur die Sichtweise der Bank, nicht wie im Marketing zwingend notwendig, die Sichtweise des Kunden und die Befriedigung dessen Bedürfnisse.
von immo um # 13:42 in Banken | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Samstag, 17.11.2007
3 Jahre Immoblogg
Nicht nur drei Jahre. So lange gibt es aus meiner Feder auch zwei weitere Blogs, versblog und ahnenblog.
von immo um # 16:14 in Weblogs | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Makler streiten über ihre Courtage
schreibt Christoph Rottwilm im manager-magazin.
Der Streit zwischen Blumenauer und IVD scheint für Fachleute logisch und auch amüsant. Wem soll ich Recht geben?
Ich neige zu Blumenauer. Der Markt und seine Möglichkeiten änderten sich in den vergangenen Jahren gravierend.
Wenn Kunden Hilfe benötigen, ist es fachlicher Rat. Zur Suche nach Käufern oder Mietern stehen ihnen heute selbst viele elektronische Hilfsmittel zur Verfügung. Manche Laien benutzen diese gar besser als "Fachleute".
Da bin ich gespannt, wie iMakler sich entwickelt. Ich kann mir vorstellen, dieses System wird den Markt zu Teilen umkrempeln.
von immo um # 16:09 in Immobilien | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Immobilienwirtschaft sucht versierte Experten
Früher waren Immobilien-Fachleute fast ausnahmslos Quereinsteiger. Erst 1994 entstanden die ersten Ausbildungsinstitute. Heute werden deren Bewerber teilweise schon vor dem Abschluss vom Markt weggekauft. Für die Studierenden bietet das Berufsfeld große Chancen.
schreibt Carolyn Braun im Handelsblatt.
Insgesamt gebe ich der Autorin Recht. Es fehlt oft an qualifizierten Kräften. Der Laie denkt bei Immobilienberufen meist an den Makler. Aber das ist nur ein Berufsbild unter den vielen Spezialisten des Immobilienmarktes.
Wo ich nicht Recht gebe, ist der Beginn der Hochschulausbildung. Diese begann bereits Mitte der 1980er Jahre bei der FH Nürtingen initiiert von Prof. Dr. Bernd Falk. Als er 1994 seine Hochschultätigkeit einstellte und sich ganz seinem Institut für Gewerbezentren widmete, bat er mich, als Lehrbeauftragter einen Teil der Lücke zu schließen.
von immo um # 15:56 in Immobilien | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Vermieter muss Zwischenablesung zahlen
ist in focus.de zu lesen.
Ganz am Schluss zeigt sich die Lösung: das gilt nicht, wenn Mieter und Vermieter ausdrücklich eine andere Lösung vereinbarten.
Und wenn nicht? Auch nicht schlimm. Dann wird es in den neuen Mietvertrag geschrieben. Lediglich der Vormieter kommt um die Zwischenablesekosten.
Das Urteil ist nicht ganz verständlich. Weshalb soll der Vermieter die Kosten tragen. Schließlich hat der Gesetzgeber die verbrauchsabhängige Heizkostenabrechnung vorgeschrieben. Die einzigen Gewinner sind die Abrechnungsfirmen. Und die langen kräftig zu. Jedes Jahr eine Erhöhung. Und die hohen Kosten der Zwischenablesung (die in der Praxis gar nicht stattfindet - es wird über "Gradtage" geschätzt) sind in keiner Weise zu rechtfertigen.
von immo um # 15:26 in Immobilien | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Warum ich auch mal fremdgehe
Ich bin eine Tagesgeldschlampe. Das wurde mir zumindest vor Kurzem bedeutet. Ich sprach mit ein paar Freunden über aktuelle Tagesgeldkonditionen.
schreibt Horst von Buttlar in der ftd.
Dem Artikel kann ich nur zustimmen und fühle mich zuleich solidarisch: auch ich bin eine Tagesgeldschlampe. Die Banken sind selbst schuld.
Wenn sie glauben, mit immer neuen obskuren Angeboten die Kunden zu locken oder auf falsche Fährten zu leiten, müssen sie sich nicht wundern, wenn die Kunden selbständig denken und handeln.
von immo um # 15:17 in Banken | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Donnerstag, 15.11.2007
Kommentare sind abgeschaltet
leider, denn das ist nicht der Sinn eines Blogs.
Aber blogg.de ist seit langer Zeit nicht in der Lage, den Kommentarspamm durch einfache Tools einzustellen. Bis das geschieht, muss ich die Kommentarfunktion vollkommen abschalten.
Nachtrag 17.11.07:
Die Kommentarfunktion modifizierte ich nun so, dass ich erst einmal die Kommentare lese, "genehmige" und dann erst zur Veröffentlichung freigebe. Das ist keine Zensur, lediglich Spamauslese.
von immo um # 08:39 in Weblogs | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Montag, 12.11.2007
» Banker bald in Besenkammern «
Die HypoVereinsbank will Geld sparen - und streicht dafür die Bürofläche seiner Beschäftigten zusammen. Betroffen sind vor allem Standorte der Verwaltung.
schreibt Gerhard Hegmann (München) in der ftd.
Die Italiener räumen auf mit der bayerischen Gemütlichkeit. So kenne ich viele Büros der HVB in München. Teils wirklich gemütlich. Das wird sich ändern.
Und was geschieht mit den freiwerdenden Büros? Das Handelsblatt schreibt dazu:
Wohnungen als Alternative zu leeren Büros
Deutschlandweit nehmen die Büroleerstände in den Großstädten zwar ab. Dennoch kämpfen zahlreiche Bürohochburgen mit einem Sockel an unvermietbaren Flächen. Eine Lösung dafür ist die Umwandlung von Büro- zu Wohnraum. Diese Umnutzung ist technisch vergleichsweise einfach.
Selbst die Umwandlung in Alters- oder Pflegeheime ist nicht neu. Das gab es bereits in den 1980er Jahren im Stuttgarter Raum, eben dort, wo Bürostandorte falsch eingeschätzt wurden.
von immo um # 07:55 in Immobilien | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Donnerstag, 08.11.2007
Banken senken Festgeldzinsen
schreibt Björn Maatz (Hamburg) in der ftd.
Und damit widerspricht er sich in seinem beschriebenen Text selbst.
In der Tat reduzierten einzelne Banken die Zinssätze für verschiedene Anlagen, je nach Laufzeit. Aber die überwiegenden Institute offerieren immer noch "anständige" Zinsen. Es besteht auch vom Geld- und Kapitalmarkt längst noch kein Grund, die Zinsen nach unten anzupassen. Das mag aber durchaus für einzelne Institute zutreffen, je nach Struktur der Bilanz.
von immo um # 17:54 in Banken | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Freitag, 19.10.2007
BHW-Kunden büßen für Zinswette
Der Bausparkasse BHW droht nach der einseitigen Kündigung von Hochzins-Bausparverträgen aus den 90er-Jahren eine Klagewelle empörter Kunden. Die BHW informierte rund 7000 Bausparer darüber, dass ihre vollständig angesparten Verträge einseitig gekündigt und ausbezahlt werden.
schreiben Mareike Schulz und Reinhard Hönighaus (Frankfurt) in der ftd.
Mit Verlaub, das tut man nicht! Zumindest nicht so ungeschickt.
Schlimmer als die höheren Zinsen (als die Marktzinsen), gar eine mögliche Niederlage bei den zu erwartenden Klagen ist der Imageschaden, den das Institut hinnehmen muss.
von immo um # 15:05 in Banken | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
und sie bewegt sich doch …
Leidige Schiebestrecken
Radfahrregelung für Parks wird modifiziert
…Sowohl für diesen Park wie auch für den Neuen Garten müsse es eine Radfahrstrecke für den ungehinderten Durchgangsverkehr geben.
Laut Dorgerloh will die Stiftung solche Vorschläge und Argumente in die Entscheidungsfindung einbeziehen. Sie denke ebenso über eine Differenzierung der Radfahrordnung nach Nutzergruppen, so beispielsweise Kinder, und Nutzungszeiten nach. …
schreibt die Potsdamer Neueste Nachrichten.
Und die Märkische Allgemeine:
Zu einem Kolloquium "Radfahren in historischen Gärten" hat die Schlösserstiftung gestern ins Berliner Schloss Glienicke geladen.
Das ist schon einmal ein erster Schritt Richtung "Normalisierung". Die eigenwilligen Maßnahmen der Schlösserstriftung, ohne vernünftige Einbindung der Bürger, beschrieb ich schon hier und dort.
von immo um # 14:38 in Potsdam Berlin | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Donnerstag, 18.10.2007
Basel II soll vor Krisen schützen
so Mark Schieritz (Frankfurt) in der ftd.
Da war Finanzminister Steinbrück vor vier Wochen ganz anderer Meinung. Er war der Ansicht, Basel II reiche noch nicht aus, wünscht sich gar Risikoaufschläge für die Zweckgesellschaften der Banken. Ich berichtete darüber.
Was nun? Die Banken verlangten von ihren Kunden bereits vor Umsetzung von Basel II in deutsches Recht die Anwendung. Sie selbst klammerten sich natürlich aus (für ihre Zweckgesellschaften). Und die Amerikaner kochten sowieso ihr eigenes Süppchen. Mitverhandeln aber nicht anwenden.
Hätten sich alle (recht-)zeitig an die Regeln gehalten, es wäre nicht zur Krise des amerikanischen Hypothekenmarkts gekommen.
von immo um # 18:27 in Banken | 1 Kommentar | TrackBack (0) | Artikel versenden
halt Dein Rohr sauber
Risiko Rohrbruch
Bis 2015 müssen alle Grundbesitzer die Abwasserleitungen ihrer Gebäude überprüfen und sanieren lassen. Experten erwarten, dass dabei enorme Mängel ans Licht kommen. Wer sich gegen das Risiko einer teuren Rohrsanierung schützen will, findet kaum Versicherer.
schreibt Kathrin Döbele in der ftd.
Vor gut einem Jahr las ich das schon einmal. Da recherchierte ich verzweifelt. Auch heute wieder.
Ich kann nur feststellen, das gilt für Nordrhein-Westfalen, nicht bundesweit.
Außerdem halte ich das für ein heuchlerisches Unterstützen mancher Dienstleister und Handwerker, die eben unsachgemäß die Leitungen verlegten. Die Leitungen müssten doch so gebaut werden können, dass eben auch nach 20 oder 30 Jahren keine Leckage auftritt.
von immo um # 13:33 in Schnipsel | 2 Kommentare | TrackBack (0) | Artikel versenden
Fahrradakademie
Das Fahrrad kann als Verkehrsmittel einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität, zur Mobilität weiter Bevölkerungsgruppen sowie zur Verbesserung der Verkehrssituation leisten.
ist in Difu-Berichte 3/2007 zu lesen.
Was ist denn das - Fahrradakademie? Wird Radfahren jetzt eine akademische Disziplin?
Nein, nein. Es geht um Fortbildung von Mitarbeitern der Kommunen. Das ist durchaus erforderlich. Egal, ob es eine Akademie ist oder auch nur der gesunde Menschenverstand eingesetzt wird.
Kürzlich fuhr ich mit dem Rad in die Stadt. Das sind fünf Kilometer hin und zurück. Sieben Hindernisse störten oder gefährdeten meinen Radweg:
- Baustellenschild mit Zusatz: Radfahrer bitte absteigen
- parkender Lieferwagen auf Radweg
- ungesicherte Baustelle auf Radweg
- Radwegschild mit Zusatz: Radweg zu Ende (wohl wegen einer Baustelle - und nun? Kein Hinweis wie weiter)
- parkender Lieferwagen ragt aus Parkbucht in Radweg
- parkender Lieferwagen auf Radweg
- Bauschuttberg auf Radweg
Wenn das einem Autofahrer passieren würde. Da wäre was los. Aber die Stadt Potsdam nimmt so etwas gelassen hin. Ähnliche Beispiele finden sich auch in Berlin, sicher auch in anderen Städten.
Recht simpel wären auch Gefahrenvermeidungen durch vertiefte Dolen oder die Anpassung der Übergänge von Radwegen (Niveauausgleich).
Gut - wenn das eine Akademie lösen kann, soll es auch Recht sein.
von immo um # 10:39 in Potsdam Berlin | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Städte und ältere Menschen – eine neue Liebesbeziehung?
…Die Lebensphasen der
- „alten Jungen“ (55-65 Jahre),
- der „jungen Alten“ (65-75 Jahre),
- der „Alten“ (75-85 Jahre) und
- der „Betagten“ (über 85 Jahre)
schreibt Prof. Dr. Ing. Klaus J. Beckmann, Leiter des Difu, in Difu Berichte 3/2007. Lesen Sie diesen Aufsatz hier vollständig, es lohnt sich.
Dies ist einmal eine neue, kreative Einteilung. Noch wichtiger ist aber der Ansatz, nämlich die ältere Generation ernster zu nehmen. Da braucht es nicht immer Altenheime, altengerechte Wohnungen oder gar Pflegeheime. Mit etwas Nachdenken können Alte und Junge gegenseitig profitieren. Das ganze kostet keine großen Investitionen - im Gegenteil, macht sich teilweise selbst bezahlt.
von immo um # 09:31 in Schnipsel | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Donnerstag, 11.10.2007
Auf dem Weg zum Wohnungsnotstand?
kommentiert Christoph Rottwilm im manager-magazin.
Ganz so krass, wie in der Schlagzeile geschildert, sehe ich es nicht - noch nicht. Doch ist abzusehen, dass in manchen Ballungsgebieten, selbst in deren weiterem Umkreis, Mietwohnungen Mangelware werden. Wenn keiner in die Märkte eingreift - hoffentlich nicht - kommt es zu entsprechenden Marktreaktionen.
Wenn die Politik schon in die Märkte eingreifen möchte, sollte sie die Entfernungspauschale völlig streichen. Weshalb werden Leute gefördert, die täglich 50 bis 100 km in Fahrgemeinschaft zur Arbeit fahren und jeder dafür die Entfernungspauschale steuerlich geltend macht? Der Dumme, der in der Stadt wohnt und eine entsprechend höhere Miete zahlt, kann nichts absetzen. Über diesen Unfug schrieb ich schon vor einiger Zeit.
von immo um # 13:55 in Immobilien | 2 Kommentare | TrackBack (0) | Artikel versenden
Dienstag, 09.10.2007
Insel der Seligen
…Im nächsten Quartal werde die Kreditvergabe noch strenger gehandhabt. Auffallend ist, wie gut Deutschland weg kommt. Hier scheinen paradiesische Zustände zu herrschen.…
schreibt Robert von Heusinger im ZeitBlog Herdentrieb.
Dazu kam gestern ein überraschend starker Anstieg der 10-jährigen Anleihen - siehe auch Chart im Handelsblatt.
Die Zeit des billigen Geldes ist vorbei
Die Zeit der Rekordinvestitionen in Immobilien ist vorüber. Grund ist die Krise auf den Kreditmärkten. „Wir werden in den Jahren 2007 und 2008 weniger Immobilientransaktionen sehen“, sagte Tobias Just…
kommentiert Reiner Reichel im Handelsblatt.
Das alles sieht gar nicht gut aus. Sowohl für die Konjunktur wie auch die Zinsentwicklung (aus Sicht der Kreditnehmer). Gemeint sind natürlich Gewerbeimmobilien, wie sie bei Studium des Artikels schnell feststellen können. Aber auch um Wohnimmobilien wird es ruhig. Es wird kaum mehr gebaut. Darüber schrieb ich schon früher.
Und dennoch vermute ich, wird die EZB wohl spätestens Richtung Frühjahr 2008 die Leitzinsen wieder anheben. Unsere Preisstabilität ist immer noch nicht zur Ruhe gekommen. Statistik hin oder her: wir alle können das täglich am eigenen Geldbeutel fühlen.
von immo um # 14:22 in Zinsen | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Samstag, 22.09.2007
Schlösserstiftung stoppt Fotojagd auf Park-Sünder
Der Tagesspiegel widmet sich heute diesem strittigen Thema.
Ich gebe ja zu, auch ich gehöre hin und wieder zu diesen Sündern. Obwohl ich die Parks außerordentlich schätze, auch schon etliche Gäste aus meinem Freundes- und Verwandtenkreis zum Besuch animierte. Aber man darf nicht alles so bierernst sehen. "Fahrradschiebestrecke"! Wenn ich schon das sehe. Weltfremd! Auch die Könige und der weitere Adel schoben nicht ihre Kutschen von Hand oder flogen mit dem Pferd über den Weg. Nein - sie nutzten eben die Parks.
Der Hauptstadtblog schrieb schon vor wenigen Tagen zu dieser kritikwürdigen Thematik. Vielleicht bewirkt die ständige Kritik ein Umdenken bei der Stiftung. Offensichtlich sind auch die Charlottenburger etwas "sperriger", sowohl bei der Einhaltung der Parkbenutzungsordnung wie auch beim Aufkommen der freiwilligen Eintrittsgelder.
von immo um # 16:14 in Potsdam Berlin | | TrackBack (0) | Artikel versenden
Steinbrück will Banken an die Leine nehmen
…Die Turbulenzen an den Finanzmärkten belegten nach Ansicht des Finanzministers, dass die international vereinbarten Vorschriften, im Finanzjargon "Basel II" genannt, nicht ausreichten.…
berichtet das manager-magazin.de.
Ob die Vorschriften Basel II für Banken ausreichen, ist durchaus eine Frage. Ich glaube aber, es gab bisher genügend Umgehungsmöglichkeiten. Wie ist zu erklären, dass außerhalb der Bilanz (Zweckgesellschaften) sich Risikien aufbauen, die jeder Prüfung durch Aufsichtsorgange, Bilanzprüfer und staatliche Prüfungsorgane (BaFin und Bundesbank) entzogen sind.
Über diesen Unfug schrieb ich bereits vor drei Wochen.
von immo um # 15:05 in Banken | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Donnerstag, 20.09.2007
Gewinnwarnung im Abendfernsehen (2)
…Ebenso zulässig ist die Frage, ob er im TV-Plausch mal nonchalant eine versteckte Gewinnwarnung und damit eine für die Kapitalmärkte im Grunde ad-hoc-pflichtige Information ausgeplaudert hat.…
schreibt das managaer-magazin.
Diese Befürchtung hegte ich bereits vor wenigen Stunden. Da bin ich wirklich gespannt, wie die Geschichte sich weiter entwickelt.
von immo um # 22:08 in Banken | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Gewinnwarnung im Abendfernsehen
…Wenn jetzt plötzlich die Deutsche Bank im abendlichen Unterhaltungsfernsehen eine Gewinnwarnung ausspricht - das kommt nun wirklich nicht alle Tage vor - darf man davon ausgehen, dass sich die Lage nochmals verschlimmert hat und die Anleger sich auf einiges gefasst machen dürfen.…
steht in der Süddeutschen Zeitung zu lesen.
Vor einigen Tagen berichtete ich schon von ähnlichen in der Presse zitierten Merkwürdigkeiten. Pflichtmitteilungen (Ad-hoc-Meldungen) nach § 15 Wertpapierhandelsgesetz werden nun so nebenbei in einer Unterhaltungssendung geboten. Die Krise ändert doch viele Bräuche.
von immo um # 17:47 in Banken | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Niederlage für Mieter
Ein Mieter muss eine Mieterhöhung nach einer Modernisierung auch dann hinnehmen, wenn diese kurzfristig angekündigt wurde.
berichtet focus.de.
Die Überschrift ist mir etwas zu reißerisch. Aber im Grundsatz ist das Urteil richtig.
Bleiben wir beim Fall: Den Einbau eines Aufzuges sollte ein Vermieter schon mit seinen Mietern rechtzeitig besprechen und die Meinungen erforschen. Was nützt einem Mieter im EG der Aufzug? Dem im 5. OG schon. Dafür 108 EUR mehr im Monat - nur für den Aufzug. Das wird der EG-Mieter nicht einsehen. Und wenn der Vermieter 10-mal Recht bekommt. Der Mieter wird vermutlich ausziehen. Die Wohnung wird sich nur schwer vermieten lassen.
Aber die 108 EUR für Modernisierung sind es ja nicht allein. Da kommen noch die Betriebskosten für den Aufzug hinzu, gut und gern in gleicher Höhe.
So zeigt sich, nicht jede Modernisierung ist gut für ein Haus bzw. als Vermieter kann ich die Kosten nicht immer voll durchsetzen.
von immo um # 08:52 in Immobilien | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
FED-Entscheidung: "Die Regeln auf den Kopf gestellt"
Zinssenkungen der US-Notenbank werden die Krise an den Hypotheken- und Finanzmärkten in den USA nicht lösen, sagt Folker Hellmeyer.
schreibt Lutz Reiche über sein Interview im manager-magazin.
Zu Recht kritisiert Folker Hellmeyer die FED. Die Entscheidung zweifelte ich bereits dieser Tage an.
Nach erstem Feuerwerk der Aktienmärkte melden sich nun die Anleihemärkte, eben mit den genau gegenteiligen Trends. Ein Blick in die Charts des Handelsblatts für 10-jährige Anleihen bestätigt die kräftigen Renditesteigerungen. Ja Steigerungen - sie haben richtig gelesen. Obwohl die FED den Leitzins senkte. Das ist den Märkten aber wurscht. Die richten sich nach eigenen Gesetzen.
Die Berichte der FAZ und des Handelsblatt zum Börsenverlauf der Anleihen sprechen gleichfalls dafür.
Warten wir ab. Die EZB wird vermutlich doch recht bald wieder an Leitzinserhöhung denken müssen, um die Inflationsrate zu bremsen.
von immo um # 08:44 in Zinsen | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Mittwoch, 19.09.2007
Bernanke’s Erste
…Es ist die erste Zinssenkung, die unter Ben Bernanke beschlossen wurde. Sie ist das Bekenntnis des noch neuen Chefs an der Spitze der Fed, dass die US-Konjunktur schweren Zeiten entgegen geht, dass das globale Finanzsystem unter Stress steht. …
schreibt Robert von Heusinger im ZEITBlog Herdentrieb.
Als solches ist es nichts Neues. Zwischenzeitlich weiß am frühen Morgen fast jeder, die FED handelte. Etwas mehr zu den Gründen und Auswirkungen erläutert Robert von Heusinger auf seine besondere Art.
Ob mit der Zinssenkungsrunde die Probleme behoben sind? Ich zweifle. Die Aktienmärkte reagierten natürlich äußerst positiv. Was bedeutet das? Na ja - die Profis nahmen die Gelegenheit wahr und damit die Schnäppchen mit. Ob das der Bewältigung der Krise hilft, ist eine ganz andere Frage. Reden wir einmal in vier Wochen wieder über das Thema.
von immo um # 08:20 in Zinsen | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Dienstag, 18.09.2007
Wie sicher das Geld der Deutschen ist
schreibt das Handelsblatt.
Durchaus lesenswert. Die meisten Bürger wissen nicht, wie ihr Geld geschützt ist (oder nicht).
Zu diesem Thema schreibt auch die FTD:
Deutsche Sparer bei Bankpleite gut geschützt
Beide Artikel könnten etwas klarer strukturiert sein. Für Laien scheint es manchmal etwas missverständlich.
von immo um # 18:31 in Banken | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Schäuble will mehr Transparenz beim Bonitäts-Scoring
Das Bundesinnenministerium hat einen Gesetzentwurf für mehr Datenschutz und Durchsichtigkeit bei Auskunfteien angekündigt.
schreibt heise.de.
Klar - die Scoring-Verfahren sind etwas fragwürdig in ihrer Qualität, die Bonität einzelner Personen einzuschätzen.
Zu meiner aktiven Bankerzeit bedienten wir uns herkömmlicher Mittel und Nachweise der Kunden, vor allem, dem Gespräch und des persönlichen Augenscheins (Person und Objekt). Heute wird das alles maschinell über den Kamm geschert. Kein Wunder, dass es so zu "amerikanischen" Verhältnissen kommen kann.
So wohne ich im Fadenkreuz zwischen dem Marmorpalais (Königsresidenz), Cecilienhof, Glienicker Schloss, Jagdschloss Glienicke und dem Babelsberger Schloss (jeweils Kronprinzenresidenzen), Luftlinie je ca. 500 bis 700 m. Wenn das kein Bonitätsplus ist.
Der Herr Schäuble sollte sich doch besser um andere Dinge kümmern bzw. nicht kümmern, so um private Computer.
von immo um # 18:20 in Banken | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Donnerstag, 13.09.2007
Keine Zinspause trotz den Börsen-Turbulenzen
Nationalbank erhöht Leitzins um 0,25 Prozentpunkte
Im Unterschied zur Europäischen Zentralbank und zur Bank of England macht die Schweiz wegen der US-Hypothekenkrise keine Zinspause. Die Nationalbank erhöhte den Leitzins am Donnerstag um einen weiteren Viertel Prozentpunkt, will dies aber nur als Anpassung an die Realität verstanden wissen. Die Finanzmärkte werden scharf beobachtet.
berichtet NZZonline.
Nun gehört die Schweiz weder zur EU noch zu Euro-Land. Dennoch bemerkenswert. Die Schweiz ist schon immer ein international außergewöhnlich starker Kapitalstandort. Auch die EZB dürfte wohl nur eine kurze "Verschnaufpause" einlegen und dann wieder mit den Zinsen zulegen. Wenn sich die jüngsten Preissteigerungen so fortsetzen, ist sie gar dazu gezwungen, um die Inflationsrate einzudämmen. Die FED wird allerdings den gegenteiligen Weg einschlagen (müssen).
von immo um # 16:43 in Zinsen | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Mittwoch, 12.09.2007
Schönheitsreparaturen: BGH kippt Renovierungsklausel
Gute Nachrichten für Mieter: Klauseln im Mietvertrag, die eine „fachgerechte Renovierung“ ohne Rücksicht auf den Zustand der Wohnung vorschreiben, sind unwirksam.
weiterlesen bei focus.de
Ob das wirklich so eine gute Nachricht ist? Klar - wer kurz eingezogen ist und hernach vollständig renovieren soll, findet das ungerecht. Der Vermieter findet das auch - dann muss er nämlich die Renovierungskosten tragen oder die Wohnung "unrenoviert" vermieten.
Also wird er künftig schlauer sein und die Wohnung grundsätzlich nicht mehr renoviert vermieten, sondern dem Mieter die Renovierung vor Einzug überlassen bzw. ihn verpflichten. Die Folge: Es wird in einigen Jahren kaum mehr renovierte Wohnungen auf dem Markt geben. Selbst Neubauten könnten evtl. nur mit "kahlen" Wänden, also tapezier- oder streichfertig angeboten werden.
von immo um # 16:13 in Immobilien | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Freitag, 07.09.2007
Weg mit der Pendlerpauschale!
Die Kürzung der Steuersubvention für die Fahrt zur Arbeit war falsch. Aber noch viel fragwürdiger ist die Pauschale selbst.
Ein Kommentar von Ludwig Greven in DIE ZEIT.
Ein völlig richtige Frage. Die Antwort müssten die Politiker selbst finden, besonders die großen "Klimaheuchler". Einerseits wollen sie den Schadstoffausstoß reduzieren, andererseits subventionieren sie ihn gar, eben mit einer Entfernungspauschale.
Diejenigen, die in der Stadt eine teuere Miete zahlen, gar auf das Auto (deshalb?) verzichten, sind die Deppen. Sie bekomen dafür keinen Zuschuss.
Über diese paradoxe Entwicklung schrieb ich bereits vor gut einem Jahr.
von immo um # 14:16 in Wirtschaft | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Donnerstag, 06.09.2007
Wohnungsbau: Baugenehmigungen gehen dramatisch zurück
Der Wegfall der Eigenheimzulage hat zu einem dramatischen Rückgang bei den Anträgen auf Baugenehmigungen geführt. Im ersten Halbjahr gab es 38 Prozent weniger Einreichungen. Besonders betroffen sind Einfamilienhäuser.
schreibt der Tagesspiegel.
Das ist nicht verwunderlich - ja, es war vorauszusehen. Das schrieb ich bereits im Juni.
Klar hat das Folgen. In den Ballungsgebieten wird dieser Einbruch noch deutlicher zu spüren sein (mal sehen, was die lokalen Statistikergebnisse besagen). Damit werden dort auch die Mieten empfindlich anziehen.
Die weniger gefragten Lagen, also der ländliche Raum, wird dagegen weiter von Leerständen geprägt sein oder umgekehrt, die Mieten werden dort fallen.
Die Politik sollte nicht immer wieder in den Markt eingreifen und wenn, dann dosiert unter Beachtung langfristiger Ziele.
von immo um # 11:50 in Immobilien | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Mittwoch, 05.09.2007
Wie Josef Ackermann die Kreditwirtschaft rettete
Der Chef der Deutschen Bank beschreibt sich als Feuerwehrmann. Doch andere halten ihn für einen Brandstifter: Erst vermittelte das Geldhaus Geschäfte an die IKB - dann zog es die Notbremse.
lesen Sie weiter den bissigen Kommentar von Helga Einecke in der Süddeutschen Zeitung.
Es ist schon was dran: PR will gelernt sein.
von immo um # 20:00 in Banken | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Montag, 03.09.2007
Wer ist schuld an der größten Vertrauenskrise seit 80 Jahren?
Lesen Sie die konkreten Antworten bei Robert von Heusinger im ZEITBlog Herdentrieb.
Es lohnt, sich mit den Ansätzen von Antworten auseinander zu setzen. Er gibt zwar auch keine ganz eindeutige Antworten bzw. schummelt sich leicht hinweg. Aber wer mag ihm das bei dieser komplexen Materie verdenken. Endlich einmal jemand, der weit hinter die Kulissen schaut und die Zusammenhänge aufzeigt.
von immo um # 09:35 in Banken | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Donnerstag, 30.08.2007
Bankkontrolleure: Wir sind belogen worden
betitelt die Süddeutsche Zeitung ihren heutigen Beitrag zur Sachsen LB.
Kontrolleure die eingestehen, dass sie angelogen werden, stellen ihre Qualifikation in Frage. Es gibt auch Methoden, die Angaben auf Wahrheitsgehalt zu prüfen.
Es heißt dort weiter:
… Das gesamte Volumen der mittlerweile 13 festgestellten außerbilanziellen Zweckgesellschaften in Dublin und Leipzig habe bis zu 46 Milliarden Euro betragen und damit den Löwenanteil des gesamten Engagements von 65 Milliarden Euro ausgemacht, erfuhr die Süddeutsche Zeitung aus dem Finanzausschuss des sächsischen Landtages… .
Dann waren es nicht 30 % der Bilanzsumme, wie ich neulich schrieb, sondern rund 68 %. Alles auf eine Karte!
Da fällt mir ein alter Artikel aus der Computerwoche vom Mai 2005 auf:
Höchste Zeit für Basel II
in einem Kasten ist eine Prüfliste für die Basel-II-Vorbereitung (der Unternehmen bei den Banken) aufgeführt:
- Verfügen Sie über ein Controlling-System?
- Können Sie mit Software … Liquidität planen?
- Existiert ein innerbetriebliches Berichtswesen?
- Ist ein Management-Informationssystem vorhanden?…
von immo um # 15:57 in Banken | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Dienstag, 28.08.2007
Und tschüs
Finanzinvestoren hatten den deutschen Immobilienmarkt erobert – mit schlimmen Folgen für viele Mieter. Jetzt ziehen einige der neuen Eigner weiter, denn die Zeit des schnellen Profits ist vorbei.
berichtet Claas Pieper in DIE ZEIT - weiterlesen.
Über das Immobilien-Roulette mancher Städte, besonders Dresden, schrieb ich hier schon früher.
OK - die Städte haben ihre Immobilien los - vielleicht auch ihre Schulden. Ob sie für die künftige Entwicklung der Städte sich einen Gefallen machten, ist eine andere Frage. Als Alternative wäre geblieben, so nach und nach einige Gebäude "privatisieren", das heißt, Stück für Stück an Mieter oder andere Intereressierte Wohnungen veräußern. Das schafft Bindung. So schafft es nun möglicherweise Flucht der Bewohner mit allen negativen Folgen.
von immo um # 11:30 in Immobilien | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Freitag, 24.08.2007
Das Dilemma der Notenbank
…Die spekulierten im Vertrauen auf staatliche Auffangnetze mit Finanzprodukten, welche die Akteure und Kontrolleure weder verstanden noch beherrschten.…
schreibt Holger Steltzner in der FAZ.
Etwas drastischer drückt sich focus.de aus:
Luschen, Loser, Landesbanker
Sie sind größenwahnsinnig, machen Geschäfte, die sie nicht verstehen, und vernichten Milliarden: Warum die Landesbanken niemand mehr braucht.
Dabei liegt Uli Dönch im Kern richtig.
Als junge Banker lernten wir noch die "goldene Bankregel". Die besagt: langfristige Verbindlichkeiten müssen mit langfristigen Einlagen refinanziert werden. Nichts anderes. Sicher, das ist "mündelsicher", aber im Prinzip richtig. Klar, es wurden moderne Instrumente geschaffen, um die Starrheit etwas aufzuweichen und den Profit damit zu optimieren, aber nicht das Grundprinzip aufzuweichen.
Es gibt in der Geschichte des Finanzwesens einen spektakulären Fall, aus dem die Beteiligten lernen konnten. Das war Rudolf Münenmann mit seinem Revolving-System, an dem er kläglich scheiterte, als die kurzen Mittel sich drastisch verteuerten. Vielleicht sind die verantwortlichen Banker zu jung, um den Fall zu kennen oder sie pennten in den Lehrstunden der Uni. Aber dass auch die Controller und die Aufsicht pennten?
von immo um # 11:46 in Banken | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Montag, 20.08.2007
Alles auf Pump
Für das eigene Heim muss man nicht mehr sparen. Hypothekenbanken werfen den Kunden das Geld hinterher. Droht auch in Deutschland eine Immobilienblase?
schreibt Martin Hintze in DIE ZEIT.
Dies sind wieder Artikel, die versuchen auf ein aktuelles Thema mit Variante aufzuspringen. Die sonst so von mir geschätzte ZEIT liegt damit absolut daneben.
Es gibt keine Banken, die "laut" für eine 100%-Finanzierung werben - in Zukunft sowieso nicht.
Der zitierte Beispielskunde Lensinger verdient allerdings TEUR 135 p.a. Das ist recht gut - da müsste schon einiges auf der Seite liegen. So fragte ich auch in der Praxis als Banker: Was wurde bisher angespart? Wenn es nicht cash zur Verfügung steht, dann gewiss als Sicherheit. Oder hat er bisher alles "verputzt". Dann kann er auch künftig nicht einteilen. Das hohe Gehalt kann morgen perdu sein, auch bei leitenden Angestellten.
Zu diesem Thema schrieb ich bereits im März einen Beitrag.
von immo um # 20:46 in Banken | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Samstag, 18.08.2007
Die Fed und die Blase
Die Krise kam mit Ansagen: Wer in den letzten zwei Jahren auch nur an einer einschlägigen Zeitschrift vorbeiging, musste etwas von der Blase am US Immobilienmarkt gehört haben, und dass sie irgendwann platzen müsste.
schreibt Fabian Lindner im ZeitBlog Herdentrieb.
Das ist völlig korrekt. Das Entstehen der Blase war bekannt, auch dass sie bald platzen könnte. Dazu schrieb ich schon mehrfach Beiträge, bereits vor über zwei Jahren.
Dass manche Banker das immer noch nicht wussten, ist mir völlig unverständlich. Vielleicht war es auch wildes Zocken.
Die neueste Stützungsaktion für die Sachsen LB ist ja nicht klein - 17,3 Mrd. EUR sind schon etwas. Gut 30 % der Bilanzsumme des Institutes.
Ja merkte das niemand? Auch nicht das BaFin?
Und alle Banken stützen sich auf Basel II bei der Kreditvergabe. Das müssen viele Kunden hören. Entweder sie bekommen keinen Kredit oder zu Konditionen, die ihnen nicht gefallen. Nur wenige sind in der Lage, sich das heraus zu picken.
Aber eine Bank darf 30 % der Bilanzsumme in Risikopapiere investieren. Der Freistaat Sachsen haftet gegenüber den Stützungsbanken.
von immo um # 15:58 in Banken | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Freitag, 17.08.2007
Vermögende Privatkunden: Die Lieblinge der Banker
Die Kundenbetreuer mancher Banken verwalten nicht nur das Vermögen ihrer gehobenen Klientel, sondern organisieren liebend gerne auch die nächste Urlaubsreise oder den Concierge-Service.
schreibt die FAZ.
Der Ansatz ist richtig, er könnte gar noch weiter gehen. So denke ich an Steuerberatung (auch wenn nun die Zunft der Steuerberater aufschreit - die könnten selbst eine Vermögensberatungsgesellschaft mit Banken gründen). Ebenso denkbar wäre die komplette Immobilienverwaltung und das Immobilienmanagement.
Diese zwei Bereiche sind oft wesenttliche Faktoren bei der Bildung und Verwaltung von Vermögen. Also wäre durchaus Hilfestellung angebracht - eben auch in Kooperation mit Spezialisten.
Eine weitere Frage sei erlaubt: Was sind vermögende Privatkunden? Die Banken setzen den Maßstab zu hoch. Darunter - eben auch mit einem gewissen Anteil von (standardisiertem) "Mengengeschäft", gibt es noch eine reichlich große Anzahl von Kunden, eben genau mit den beschriebenen Problemen bzw. Erwartungen auf Lösung. Sicher gegen Honorar.
von immo um # 13:10 in Banken | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Dienstag, 14.08.2007
Bonus für Mieter
Mieter können sich freuen: Sie haben seit Kurzem die Möglichkeit, beim Finanzamt Betriebskosten für ihre Wohnung abzurechnen.
lesen Sie mehr dazu in DIE ZEIT oder auch in der Süddeutschen Zeitung.
Ganz so einfach, wie es sich anhört, ist es nun auch wieder nicht. Für den Vermieter (oder Hausverwalter) ist das eine zusätzliche Arbeit, nämlich die Lohnkosten aus den Rechnungen herauszufiltern (wenn der Handwerker sie auch in der Rechnung angab). Und für den Mieter ist es meist ein "Buch mit sieben Siegeln", was er nun in die Steuererklärung eintragen muss.
Das ganze wird sich einspielen. Besser noch: lieber nicht einspielen, vorher abschaffen. Das ist ein furchtbar bürokratischer Aufwand - für was eigentlich? Um hier vielleicht 10 EUR im Jahr zu sparen?
Ich schnitt das Thema bereis im Frühjahr an. Der Gesetzgeber wusste wohl selbst nicht, was er hier für ein Monster aufbaut.
von immo um # 15:58 in Immobilien | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Freitag, 10.08.2007
Liquiditätskrise!!!
…Was immer wieder verblüfft, ist wie naiv deutsche (und französische) Banker und Portfolio Manager sein müssen, wie wenig sie die Risiken zu verstehen scheinen, auf die sie sich einlassen. …
schreibt Dieter Wermuth im Zeitblog Herdentrieb.
Einer der wenigen, die einmal hinter die Kulisse schauen und aufklären. Die meisten Medien berichten nur der Sensation willen, ohne die Zusammenhänge zu verstehen oder gar an den Leser geben zu wollen (und können).
Zum gleichen Thema, aber mit ander Persektive Richtung der Verantwortlichen, schreibt Yasmin Osman (Frankfurt) und Heike Buchter (New York) in der ftd.
Wut auf die Ratingagenturen
Nach dem Einbruch am US-Immobilienmarkt geraten nun die Ratingagenturen unter Beschuss. Sie haben hochriskante Kreditpakete zu optimistisch bewertet und gutgläubige Anleger in diese Papiere getrieben. Es ist nicht der erste Fehltritt der Bonitätsprüfer.
Die gutgläubigen Anleger waren in diesem Fall eben einige Banken. Die hätten es besser wissen müssen.
von immo um # 17:46 in Banken | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Donnerstag, 09.08.2007
Der Traum ewiger Miete
Die Rechte des Mieters von Wohnraum sind groß und werden von den höchsten Gerichten stetig erweitert. Grenzen zieht der Mietvertrag. Ein Blick auf alles das, was das Mietverhältnis einfacher und langlebiger macht.
den vollständigen, sehr umfangreichen Artikel von Harmut Fischer können Sie im manager-magazin weiterlesen.
Hier wird tatsächlich einmal ausgewogen die komplizierte Materie dargestellt. Leider geht das nicht vollständig auf ein paar Seiten. Das Mietrecht ist zu kompliziert. Wieso eigentlich? Das liegt am Gesetzgeber bzw. folgend den Gerichten. Es wäre an der Zeit, das Mietrecht den heute ausgeglicheneren Märkten anzupassen.
von immo um # 15:26 in Immobilien | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Gabriel für Mietkürzungen gegen Energieverschwender
steht in der Süddeutschen Zeitung.
Solch eine komische Auffassung konnte ich schon lange nicht mehr lesen, noch nicht einmal von einem Politiker.
Der gehört doch tatsächlich damit "gestraft", eine ältere Immobilie sein eigen zu nennen und sich dann mit den Mietern auseinander zu setzen. Völlig weltfremd.
Das ist so eine seltene Mischung aus Pseudo-Klimaschutz, Modernisierungswahn und Sozialkitsch. Der denkt doch nicht daran, dass sich vielleicht auch ein kleiner Investor eine Wohnung kaufte - mit Kredit - klar, für die Altersvorsorge. Und dann kürzt ihm der Mieter die Miete? Wer soll da noch investieren.
Na ja - einfacher, die Partei abwählen, damit solche Ideen nicht auch noch Wirklichkeit werden.
von immo um # 15:17 in Immobilien | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Wer unpünktlich zahlt, fliegt
Wenn Mieter fortlaufend unpünktlich ihre Mietezahlen, riskieren sie
ihren Rauswurf aus der Wohnung. Denn der Vermieter kann fristlos
kündigen, wenn die Verzögerungen für ihn unzumutbar werden.
den kompletten Artikel können Sie vollständig im Handelsblatt weiterlesen.
Dieses höchstrichterliche Urteil ist schon lange fällig und gut so. Oft kommen Vermieter in Nöte. Auch sie müssen ihren Verpflichtungen nachkommen. Ein respektabler Teil der Mietwohnungen sind private Investments, die dazu meist auch noch fremdfinanziert sind. Wer hat schon den kompletten Kaufpreis im Geldbeutel?
von immo um # 15:08 in Immobilien | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Goldgrube Parkhaus
Wenn Immobilienfondsmanager auf Einkaufstour gehen, suchen sie meist nach Bürogebäuden. Hin und wieder werden auch Einkaufszentren erworben, zuweilen noch Hotel- oder Logistikobjekte. Neuestes Objekt der Begierde sind jedoch Parkhäuser in Großstädten.
lesen Sie weiter in der ftd.
Eigentlich ist das logisch. Wer hat nicht eigene Erfahrungen mit Parkgebühren. Sowohl die Parkhäuser wie auch die Kommunen langen mit Ihren Gebühren kräftig zu.
Oft müssen die Gebühren für Parkhäuser auch von Kommunen "genehmigt" werden. Aber da habe ich keine Sorge. Die Städte erhöhten wegen ihres ständigen Finanzbedarfs gleichfalls ihre Gebühren für die öffentlichen Parkflächen.
Eines darf nicht übersehen werden. Mieter (besser Betreiber) sollte ein anerkannter Parkhausbetrieb sein. Für Laien ist das nichts.
von immo um # 14:57 in Immobilien | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Freitag, 03.08.2007
IKB. Die unternehmerische Entscheidung
…Für eine erfolgreiche Zukunft brauchen Unternehmer daher einen kompetenten und verlässlichen Finanzierungspartner: eine Bank, die nicht nur die Finanzierungstechniken beherrscht, sondern auch die Märkte und das Wettbewerbsumfeld kennt und die Prozesse in den Unternehmen versteht. …
Dies ist Originaltext aus dem WebSite der IKB.
Nun - ich kenne die IKB seit Jahren aus meiner beruflichen Tätigkeit. Die Mitarbeiter waren etwas vorsichtig. Wohl nicht der Vorstand.
Die IKB ist im Vergleich zur Deutschen Bank eine Klitsche
schreibt die Süddeutsche Zeitung. Da urteilt sie in manchen Punkten sicher zu Recht. Oder anders ausgedrückt. Das war wohl eher eine Zockerbude.
Wie kann man bei einer Bilanzsumme in Höhe von rd. 52 Mrd. EUR mit über 3,5 Mrd. EUR schief liegen?
Da setzten einige Akteure voll auf Risiko. Und die Aufseher und Prüfer waren wohl blind?
Bevor der Vorstand vor vier Wochen auf der Bilanzpressekonferenz seine Bilanz vorstellt, bekam er doch vorab den Segen des Aufsichtsrates oder Prüfungsausschusses. Dieser wiederum holte sich sein Plazet von den Wirtschaftsprüfern. Und die routinemäßigen Prüfer im Auftrag des BaFin waren ja auch im Haus. Keiner hat's gemerkt? Waren nur Peanuts, was soll's, nur 3,5 Mrd. EUR.
Einige Akteure hätten wohl gut getan, meine Beiträge zur amerikanischen Immobilienblase schon vor über zwei Jahren und folgend zu lesen.
von immo um # 14:24 in Banken | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden
Dienstag, 31.07.2007
Höhere Erlöse für öffentliche Immobilien
Im Vergleich zum Vorjahr nahm der Berliner Liegenschaftsfonds 41,8 Millionen Euro mehr ein. Grund sind der Verkauf besonders attraktiver Immobilien.
schreibt der Tagesspiegel.
Das Eigenlob und Schulterklopfen ist herauszuhören. Nichts zu hören ist von früheren dilettantischen Geschäften, so zu den Ku'damm-Bühnen.
Durch ungeschickte Deals des Landes haben die Ku’damm-Bühnen ihren Bestandsschutz verloren. Für eine Million Euro gab Berlin sein Mitbestimmungsrecht auf.
schreibt der Tagesspiegel einige Tage zuvor.
Wenn man bedenkt: der Investor kaufte 1990 das Grundstück für 30 Mio. DM, verkaufte 12 Jahre später mit einem Plus von rund 350 Mio. DM. Da rächt sich der Spruch: arm aber sexy! Da fallen mir nur noch Blondinen-Witze ein.
von immo um # 14:39 in Potsdam Berlin | Kommentieren | TrackBack (0) | Artikel versenden